| Hubert
Goenner zeichnet hier das Berliner Leben Einsteins nach, erzählt
von dessen vielfältigen Kontakten und Verflechtungen mit Künstlern,
Intellektuellen und Wissenschaftlern, berichtet aber auch davon,
wie Einstein von seinen Berliner Zeitgenossen eingeschätzt
wurde. Ein biographisch-kritisches Doppelportrait über einen
der bedeutendsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts und die Metropole
der Goldenen Zwanziger.
Einstein und
Berlin den berühmten Wissenschaftler und die Stadt
verbindet mehr, als man gemeinhin denkt. Während das quirlig-eigensinnige
Berlin, die neue Hochburg der Moderne, Künstler
und Intellektuelle, Forscher, Politiker und Industrielle anzieht,
wirkt der eigenwillige Einstein zusehends wie ein Magnet auf die
Allgemeinheit und auf die größten Köpfe seiner
Zeit.
1919 begann Einsteins einzigartiger Aufstieg zum weithin bekannten
Weltbürger, während Berlin an kultureller Attraktivität
und weltpolitischer Ausstrahlung London, Paris und New York ebenbürtig
war, ja diese sogar zu überholen schien. Zwar wurde weder
Berlin von Einstein geprägt, noch hätte Einstein jemals
den Satz Ich bin ein Berliner gesagt. Doch selbst
nach seinen Erfahrungen mit dem sich ankündigenden Terrorregime
der Nazis fühlte sich Einstein Berlin, seinen Einrichtungen
und einigen seiner Bewohner verbunden.
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